Was ist in meinem Rucksack, wenn ich eine Hochzeit fotografieren gehe? Das mag für jeden Hochzeitsfotografen unterschiedlich sein, je nachdem worauf man viel Wert legt. Ich kann auf alles gewappnet seit und meine Tasche voll packen mit unzähligen Objektiven und Lichttechniken, dann rechne ich immer beim Fotografieren einiges an Aufbau- und Umbauzeit (z.B. einfaches Objektiv wechseln) mit ein. Das war ich früher. Immer vier Taschen dabei für den „Notfall“: Vier Lichtstative, zwei Softboxen, zwei Kameras mit Batteriegriff, einmal 50mm Objektiv, ein 85mm Objektiv, ein 70-200mm, ein 17-40mm und drei Blitze. Das hat sich bei mir in der 2018er Saison drastisch verändert. Ich möchte voll auf die Hochzeit fokussiert sein und mich nicht mit auf- und abbauen beschäftigen. Ich möchte so wenig an mir haben, dass ich immer beide Hände frei habe und nie irgendetwas irgendwo liegen lasse. Wie das bei mir aussieht, dass zeige ich euch mal jetzt. Den Link zum Produkt findet ihr immer, wenn ihr auf den Titel klickt.
Meine Tasche:
Hier muss im Endeffekt alles reinpassen. Diesen Rucksack habe ich bereits seit 5 Jahren und war damit unzählige Male reisen und shooten. Von der Qualität bin ich bis heute sehr beeindruckt und kann sie jedem empfehlen der für ca. 70 Euro eine richtig gute Kameratasche sucht. Hier passt alles hinein, was im folgenden kommt. Ich habe sie mir damals geholt, weil es der Testsieger war und bisher nicht bereut.
Da ich in 2019 zwei bis drei neue Anschaffungen in Bereich Technik habe, werde ich dann auch auf einen Compagnon Rucksack umsteigen, da dann auch neben der Kamera, Dinge wie Macbook und Drohne einen Platz in der Tasche finden.
Meine Hauptkamera:
Wahrscheinlich der Interessanteste Part mit den Objektiven für die meisten. Welches System nutzt du? Diese Frage ist ja immer der Ice-Breaker in jeder Unterhaltung.Während viele der Meinung sind, dass man mit jeder Kamera tolle Bilder machen kann, vertrete ich einen anderen Standpunkt im Bezug auf Hochzeitsfotografie. Ich war jahrelang mit der Canon 5d Mark1 unterwegs. Was wirklich eine sehr gute Kamera ist und neben der Sony a6000 vielleicht die beste Kamera für ca. 500 Euro. Aber die ist halt schon ziemlich alt und im Bereich von ISO und Technik kam sie schnell an die Grenzen. Ich habe mit verschiedenen Canon-Modellen fotografiert und später das Sony-System für mich entdeckt. Das war wohl, was mir gefehlt hatte: Der krasse Dynamikumfang. Bei Canon hatte ich nachdem Bearbeiten immer rauschen in den Tiefen und der Fokus saß.. geht so..! Kann natürlich an meiner Art und Weise liegen, wie ich fotografiere, aber mit der Sony A7III habe ich diese Probleme nicht. Mit dem Augen AF sitzt jedes Mal der Fokus auf dem Auge. BOOM! Ich kann Bilder, die Schwarz geworden sind einfach mal hell aufziehen und verliere so gut wie keine Qualität am Bild. Der Autofokus ist genauso schnell wie bei der Canon 5d Mark4. Der elektronische Sucher ist einfach der Time-Saver ever. Die Farbtöne sind wunderschön, ich kann alle meine Canon-Objektive daranschrauben. Also ich liebe diese Kamera und ist für mich die ultimative Hochzeitskamera.
Meine Backup-Kameras:
Diese beiden nutze ich entweder als Zweitkamera und keine Objektive wechseln zu müssen oder sie warten darauf, dass die Technik versagt und dann ihren Einsatz finden. Jeder, der für geringes Budget in die Hochzeitsfotografie einsteigen möchte, sollte mit diesem Set an Kameras anfangen, die stehen jeweils in einem absolut hammermäßigen Preis-Leistungsverhältnis.
Meine Objektive:
Meine Bilder sind alle eher weitwinklig. Ich habe eigentlich die ganze Hochzeit lang den 35mm 1.4 von Samyang dran. So haben alle einen einheitlichen Bildlook und das Objektiv kann auch in jeder Situation. Ich war mir am Anfang nicht sicher ob ich mir das Sigma 35mm 1.4  Art holen sollte, aber mir gefiel das Bokeh, wie es in der Hand liegt und generell den Bildcharakter beim Samyang besser. An sich sind beide Objektive Top. Das Sigma-Objektiv ist sogar beim Autofokus schneller und nochmal schärfer. Das muss jeder für sich entscheiden.
Früher war das mein Go-To-Objektiv und immer dran. Heute muss es bei Hochzeiten ziemlich zurücktreten, da mir die Brennweite von 35mm mehr zusagt. Bei anderen Auftragsarbeiten ist es hingegen noch sehr stark im Einsatz. Die Schärfe bei diesem Objektiv ist wahrscheinlich das Schärfste, was ich bisher je gesehen habe. Das ist einfach ein extrem gutes, gar ein perfektes Objektiv und auch immer in der Tasche.
Mein Makroobjektiv (nicht):
Ich besitze kein Makroobjektiv, aber habe per Zufall herausgefunden, dass mein 30mm 2.8 Objektiv mit einem Makroring extrem nice zum Ringe fotografieren geeignet ist. Da ich immer weniger Ringe fotografieren soll/muss/darf, reicht mir diese Platzsparende Kombi vollkommen aus!
Meine Blitze:
Ich habe immer zwei Blitze dabei, die ich erst abends bei der Feier aufstelle. Diese Blitze sind für meinen Gebrauch mehr als ausreichend und haben mich noch nie im Stich gelassen. Ich benutze sie neben den Hochzeiten beinahe bei jeden Auftrag und habe sie mir auch erneut geholt, nachdem einer den Geist aufgegeben hat, weil es ins Meer gefallen ist. Ups! Der Preis dafür ist einfach lächerlich und dafür kann man damit alles machen.
Musik:
Wichtiger als die Blitze ist für mich die Musik. Das ist einfach das I-Tüpfelchen, das letzte Prozent eines sehr schönen Fotos. Während des Paarshootings läuft eigentlich so ziemlich immer Musik im Hintergrund. Das sorgt dafür, dass sich das Paar in eine schöne Stimmung abschweifen und ich habe dann die ganzen schönen Momente in einer wundervollen Stimmung zum abfotografieren
Den restlichen Schnick-Schnack zähle ich einfach mal in der Liste auf:
Ich hoffe, dass für dich das Eine oder Andere dabei war. Ansonsten werde ich im nächsten Blogeintrag mal aufzählen, was meine nächsten Anschaffungen sein werden.